Betriebssystem installieren

Als Erstes muss ein bootfähiger USB-Stick mit einer ISO-Datei erstellt werden. Dazu benötigen wir einen leeren 32 GB USB-Stick und einen Rechner mit Betriebssystem.

ISO-Dateien sind Abbilddateien von optischen Datenträgern wie CDs, DVDs oder Blu-rays. Die gängigsten Dateiendungen für ISO-Dateien sind:

    • .iso (Standard-Endung für ISO-Abbilder)
    • .img (wird manchmal für Disk-Images verwendet)
    • .bin (wird oft für binäre Disk-Images verwendet, manchmal in Kombination mit einer .cue-Datei)
    • .nrg (Nero-Burning-ROM-Abbilder)
    • .dmg (Apple Disk Image, vor allem auf macOS)

Die häufigste und bekannteste Endung ist .iso.
ISO-Dateien werden u.a. verwendet um Betriebssysteme wie Windows oder Linux auf einem Rechner zu installieren. Dazu muss der Rechner von einem bootfähigen USB-Stick gebootet werden.

Je nach gewünschtem Betriebssystem (OS) heißen die iso-Dateien z.B.:

    • linuxmint_xx_x64Bit.iso
    • winx_xx_x64Bit.iso
Windows-Rechner:
    1. ISO-Datei herunterladen (Suchmaschine Internet) und auf dem Windows-PC speichern.
    2. Bootfähigen USB-Stick erstellen: Nutze Tools wie Rufus (Windows), Balena Etcher (Windows/macOS/Linux) um das ISO-Abbild auf den Stick zu schreiben.
    3. Den 32 GB USB-Stick einstecken und das Tool starten.
Linux-Rechner:
    1. ISO-Datei herunterladen (Suchmaschine Internet) und auf dem Linux-PC speichern.
    2. Nun rechte Maustaste auf die ISO-Datei und „Startfähigen USB-Stick erstellen“. Der USB-Stick muss bereits eingesteckt sein.
      Andere Möglichkeit:
      Nutze zum Beispiel ISO Image Writer (Anwendungsverwaltung) um den Stick zu erstellen oder das Terminal.
    3. Den 32 GB USB-Stick einstecken und die Anwendung starten.
Sicherheitshinweis:

ISO-Dateien nur von offiziellen Quellen herunterladen, um sicherzustellen, dass die Dateien unverändert und frei von Malware sind.

    1. Nach dem Vorgang den Stick in einen freien USB-Port deines zu installierenden Computers stecken.
    2. Starte den Computer neu.
    3. Drücke während des Startvorgangs die entsprechende Taste, um das Boot-Menü oder das BIOS/UEFI aufzurufen. Die Taste variiert je nach Hersteller:
      • F9, F11, F12, ESC (für Boot-Menü)
      • DEL, F1, F2 (für BIOS/UEFI)
    4. Boot-Reihenfolge ändern
      • Im Boot-Menü: Wähle den USB-Stick aus der Liste aus.
      • Im BIOS/UEFI: Suche nach der Boot-Reihenfolge („Boot Order“) und setze den USB-Stick an die erste Stelle.
    5. Speichere die Einstellungen (meist mit F10) und bestätige mit Ja/OK. Der Computer startet nun vom USB-Stick.
    6. Folge den Anweisungen auf dem Bildschirm, um das Betriebssystem zu installieren.
    7. Falls der USB-Stick nicht erkannt wird, prüfe, ob er korrekt beschrieben wurde und ob der USB-Port funktioniert. Bei UEFI-Systemen kann es nötig sein, den „Secure Boot“ im BIOS zu deaktivieren.
Mac-Rechner:

Siehe Apple Support

USB-Stick
screen shot iso files

BIOS

Bootreihenfolge

USB

Allgemein

USB (Universal Serial Bus) ist ein bit-serielles Datenübertragungssystem zur Verbindung eines Computers mit externen Geräten. Mit USB ausgestattete Geräte können im laufenden Betrieb miteinander verbunden und angeschlossene Geräte sowie deren Eigenschaften automatisch erkannt werden.

Vor der Einführung von USB gab es eine Vielzahl verschiedenster Steckertypen, die fast alle durch USB ersetzt wurden. Für Anwender brachte das wesentliche Vereinfachungen mit sich.

USB wurde 1996 als USB 1.0 eingeführt. Im Jahr 2000 kam USB 2.0, gefolgt von USB 3.0, 3.1 und 2017 USB 3.2. 2019 folgte schließlich USB 4.0 und 2022 USB 4v2.

Datenraten

USB 1.0 ➡ 1,5 Mbit/s
USB 1.1 ➡ 12 Mbit/s
USB 2.0 ➡ 480 Mbit/s
USB 3.0 ➡ 5 Gbit/s
USB 3.1 ➡ 10 Gbit/s
USB 3.2 ➡ 20 Gbit/s
USB 4 ➡ 40 Gbit/s
USB 4v2 ➡ 80 Gbit/s

Einsatz

USB eignet sich für viele Geräte: Festplatten, Disketten, DVD-Laufwerke, Drucker, Scanner, Webcams, Mäuse, Tastaturen, aktive Lautsprecher, Sticks, sogar Grafikkarten und Monitore. Für Geräte mit geringem Stromverbrauch wie Mäuse, Telefone, Tastaturen, aber beispielsweise auch CIS-Scanner oder manche 2,5“-Festplatten und externe Soundkarten kann USB die Stromversorgung übernehmen.

Stromversorgung

Mit Einführung war auch die Stromversorgung angeschlossener Geräte über die USB-Kabelverbindungen möglich. Allerdings war die maximale Leistung nur für Geräte mit geringem Strombedarf ausreichend. Mittlerweile sind bis zu 240 W möglich, ausreichend um beispielsweise ein Notebook zu laden. Ist eine höhere Leistung nötig muss auf eine externe Spannungsquelle zurückgegriffen werden (HUB mit Netzteil o.ä.).

Über den 5-V-Standard hinaus lassen sich über eine USB-Typ-C-Steckverbindung Geräte mit einer Leistungsaufnahme bis 240 W ohne zusätzliche Stromversorgung betreiben (USB Power Delivery (USB-PD)). Verschiedene Profile definieren die möglichen Stromstärken (bis 5 A) und mögliche Spannungen. Zusätzlich zur bisher üblichen Spannung von 5 V sind 12 V bzw. 20 V möglich.

Die Spannung auf USB beträgt beim Anschließen eines Gerätes stets 5 V, kann aber nach Verhandlungen zwischen Gerät und Host auf 12 V oder 20 V erhöht werden. Ebenso kann der Strom abgefragt werden. Und auch die Flussrichtung der Energieversorgung wird verhandelt. So kann ein Computer einen Monitor mit Strom versorgen, genauso wie ein Monitor einen Computer mit Strom versorgen kann.

Mechanische Ausführung

Die Stecker eines USB-Kabels sind verpolungs- und vertauschungssicher gestaltet. Durch starke Benutzung der Stecker kann es zu Kontaktproblemen und Beschädigungen kommen. Aus diesem Grund, aber auch wegen des Mangels an Arretierungsmöglichkeiten, werden in der professionellen Datenverkabelung bevorzugt andere Schnittstellen eingesetzt.

USB-Hubs

Ein USB-Hub ist ein USB-Verteiler. Sie können ihren Strom aus dem Bus selbst beziehen oder über eine eigene Stromversorgung verfügen.

USB-Umschalter

Ein USB-Umschalter (USB-Switch oder USB-Weiche) ist ein Gerät zum Betrieb eines Peripheriegeräts an mehreren Rechnern ohne Umstecken. Hier kann immer nur einer der Rechner auf die jeweiligen Peripheriegeräte geschaltet werden, was entweder mechanisch oder automatisch erfolgen kann.

USB als standardisierte Spannungsquelle

USB kann auch als Spannungsquelle eingesetzt werden. Seit 2009 ist Micro-USB als Standard-Gerätebuchse für den Ladekontakt einsetzbar (MP3-Player, Handys, Kameras, etc.).

USB-Typen
➡️ Typ-A
➡️ Typ-B
➡️ Typ-C
➡️ Micro-USB
➡️ Mini-USB
Ausgefallenes

Kuriose Geräte gibt es auf dem Markt, die USB vorwiegend zur Stromversorgung nutzen. Beispielsweise gibt es USB-Wärmeplatten, die eine Kaffeetasse über die USB-Schnittstelle warmhält, USB-Lampen für Notebooks, um die Tastatur zu beleuchten, USB-Tastatur-Staubsauger, USB-Ventilatoren, USB-Weihnachtsbäume oder beheizbare USB-Handschuhe usw.

USB Probleme
    1. Einfache Lösungen – zuerst ausprobieren
      • Stecker prüfen: Ist das Kabel oder der Stecker beschädigt? Probiere ein anderes Kabel oder einen anderen USB-Port.
      • Neustart: Starte deinen Computer neu – manchmal löst sich dann das Problem.
      • Anderes Gerät testen: Funktioniert das USB-Gerät an einem anderen Computer oder Port? Falls ja, liegt das Problem bei deinem PC.
    2. USB-Port oder Treiber
      • Port wechseln: Nutze einen anderen USB-Port (vorzugsweise direkt am PC, nicht an einem Hub).
      • Treiber aktualisieren:
        • Windows: Öffne den Geräte-Manager (Win + X → Geräte-Manager), suche nach „Universelle serielle Buscontroller“ oder „Unbekanntes Gerät“. Klicke mit der rechten Maustaste und wähle „Treiber aktualisieren“.
        • Mac/Linux: Meist werden Treiber automatisch verwaltet, aber ein Systemupdate kann helfen.
    3. Stromversorgung
      • USB-Hub: Falls du einen Hub nutzt, versuche das Gerät direkt am PC anzuschließen. Manche Geräte brauchen mehr Strom, als ein Hub liefern kann.
      • Netzteil prüfen: Bei externen Festplatten oder anderen stromhungrigen Geräten: Ist das Netzteil angeschlossen?
    4. Betriebssystem-Einstellungen
      • Windows: Öffne den Geräte-Manager, suche nach dem Gerät und deaktiviere/aktiviere es neu.
      • Mac: Öffne die Systeminformationen (Apfel-Menü → „Über diesen Mac“ → „Systembericht“), prüfe unter „USB“, ob das Gerät erkannt wird.
      • Linux: Nutze den Befehl lsusb im Terminal, um zu sehen, ob das Gerät erkannt wird.
    5. Gerätespezifische Probleme
      • Externe Festplatte/Stick: Prüfe, ob das Gerät an einem anderen PC funktioniert. Falls nicht, könnte es defekt sein.
      • Smartphone/Tablet: Manche Geräte brauchen eine spezielle Einstellung (z. B. „Dateiübertragung“ aktivieren, wenn sie angeschlossen werden).
    6. Fortgeschrittene Lösungen
      • USB-Controller zurücksetzen: Im Geräte-Manager unter „Universelle serielle Buscontroller“ alle Einträge deinstallieren und den PC neu starten.
      • BIOS/UEFI prüfen: Selten, aber manchmal sind USB-Ports im BIOS deaktiviert.
Weitere Hinweise

Um eine USB-Festplatte sicher vom Rechner zu trennen, solltest du sie immer auswerfen oder sicher entfernen, bevor du den Stecker ziehst. So vermeidest du Datenverlust oder Beschädigung der Festplatte.

Anleitung nach Betriebssystem

    • Windows:
      1. Klicke auf das USB-Symbol (usb-stick) in der Taskleiste.
      2. Wähle deine Festplatte aus und klicke auf "Hardware sicher entfernen und Medium auswerfen".
      3. Warte auf die Bestätigung: "Hardware kann jetzt entfernt werden".
      4. Ziehe dann erst den USB-Stecker ab.
      5. Alternativ:
      6. Öffne den Explorer (Win + E), klicke mit der rechten Maustaste auf die Festplatte und wähle "Auswerfen".
      7. Warte auf die Bestätigung: "Hardware kann jetzt entfernt werden".
      8. Ziehe dann erst den USB-Stecker ab.
    • macOS:
      1. Ziehe das Festplattensymbol auf dem Desktop oder im Finder in den Papierkorb (der sich dann in ein Auswurf-Symbol verwandelt).
      2. Warte, bis die Festplatte verschwunden ist.
      3. Ziehe dann erst den USB-Stecker ab.
      4. Alternativ:
      5. Klicke mit der rechten Maustaste auf die Festplatte und wähle "[Name der Festplatte] auswerfen".
      6. Warte auf die Bestätigung
      7. Ziehe dann erst den USB-Stecker ab.
    • Linux/Ubuntu:
      1. Klicke auf das Wechseldatenträger-Symbol (⏏) in der Leiste.
      2. Wähle deine Festplatte aus und klicke auf "Auswerfen" oder "Sicher entfernen".
      3. Warte auf die Bestätigung und ziehe dann erst den Stecker ab.
      4. Alternativ:
      5. Öffne den Dateimanager, klicke mit der rechten Maustaste auf die Festplatte und wähle "Auswerfen".
      6. Warte auf die Bestätigung und ziehe dann erst den Stecker ab.
Praktische Tipps
    • Kabelqualität: Billige Kabel erreichen oft nicht die maximale Geschwindigkeit.
    • Gerätekompatibilität: Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt vom langsamsten Beteiligten ab (z. B. USB-Stick, Kabel, Port).
    • USB4 ist abwärtskompatibel, aber für volle Geschwindigkeit brauchst du passende Hardware.
Wichtig
    • Festplatten können im laufenden Betrieb eingesteckt werden aber nicht einfach den USB-Stecker ziehen! Das kann zu Datenverlust und/oder Beschädigung der Festplatte führen.
    • Falls die Festplatte "besetzt" ist (z. B. durch eine geöffnete Datei), schließe alle Programme, die darauf zugreifen.
    • USB-Sticks, Mäuse, Tastaturen, Drucker und ähnliches können im laufenden Betrieb ein- oder ausgesteckt werden ohne das man auf eine Meldung warten muss.

SmartTV

Hängt wie ein schwarzes Brett an der Wand und kann so viel. 😉

Außer Fernsehgucken geht auch Streamen, Bilder und Videos vom Handy oder PC ansehen, Musik hören, Geräte bedienen und so weiter und so weiter.

Wie wäre es mit einem Aquarium oder einem Kaminfeuer im Wohnzimmer? Vorteil es läuft kein Wasser aus oder es kann kein Funkenflug geben. 🙂

Einfach ein entsprechendes Video über den SmartTV laufen lassen. Oder jeden Tag ein neues Gemälde an der Wand?

So haucht ihr Leben ins Gerät und nutzt es vielseitig.

BIOS

Das BIOS (Basic Input/Output System) ist eine Firmware, die sich auf dem Motherboard (Hauptplatine) eines Computers befindet und beim Starten grundlegende Hardwareprüfungen durchführt. Anders als Betriebssysteme muss es nicht installiert werden, sondern ist bereits auf der Hardware des Computers vorhanden. Schaltet man den Rechner ein, wird das BIOS automatisch gestartet.

Weiterlesen

Cookies

Cookies (auch „HTTP-Cookies“ oder „Browser-Cookies“ genannt) sind kleine Textdateien, die Websites auf deinem Gerät (Computer, Smartphone, Tablet) speichern, wenn du sie besuchst. Sie haben verschiedene Funktionen:

Wofür werden Cookies verwendet?
    • Benutzereinstellungen speichern (z. B. Sprache, Login-Daten)
    • Nutzererlebnis verbessern (z. B. Warenkorb, personalisierte Inhalte)
    • Besucherstatistiken erfassen (z. B. wie oft eine Seite aufgerufen wird)
    • Zielgerichtete Werbung anzeigen (basierend auf deinem Surfverhalten)
Welche Arten von Cookies gibt es?
    • Notwendige Cookies: Für die grundlegende Funktionalität der Website (z. B. Login).
    • Leistungs-Cookies: Messung der Website-Nutzung (z. B. Google Analytics).
    • Funktionale Cookies: Speichern deine Präferenzen (z. B. Sprache, Region).
    • Werbe-Cookies: Zeigen dir personalisierte Anzeigen an.
Wie kann ich Cookies verwalten?
    • Zustimmung geben oder ablehnen: Beim ersten Besuch einer Website wirst du meist gefragt.
    • Einstellungen im Browser ändern: Du kannst Cookies blockieren oder löschen (z. B. in Chrome, Firefox, Safari).
    • Cookies löschen: Über die Datenschutzeinstellungen deines Browsers.

Hinweis: In der EU regelt die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung), dass Websites deine Zustimmung für nicht-notwendige Cookies einholen müssen.

Für mehr Informationen, hier klicken.

PDF-Icon

cookies

Dateimanager

Der Dateimanager (englisch File Manager) bietet den zentralen Ort, um die digitale Lebenswelt effektiv zu organisieren.

Es handelt sich dabei um ein Programm zum Verwalten von Inhalten auf Dateisystemen, die sich auf unterschiedlichen Speichermedien befinden können. Neben der übersichtlichen Darstellung in Form einer Benutzerschnittstelle zählen das Auflisten, das Umbenennen und Verschieben, das Kopieren und das Löschen von Dateien und Verzeichnissen zu den Grundfunktionen.

    • STRG-X = Ausschneiden
    • STRG-C = Kopieren
    • STRG-V = Einfügen

Und hier findet ihr die komplette Beschreibung.

PDF-Icon

Bilder aus einem Messenger speichern

Messenger, wie z.B. SIGNAL oder WhatsApp werden nicht nur für Textübertragungen genutzt, sondern dienen auch gerne zur Übertragung von Bildern und Dateien.

In den jeweiligen Einstellungen kann man festlegen, ob Bilder automatisch aus einem Chat in einen vorher festgelegten Speicher abgespeichert werden sollen. Dabei werden natürlich auch Bilder abgespeichert, die man gar nicht speichern will. Außerdem „müllt“ man sein Handy voll. Irgendwann ist halt der Speicher mal voll. „Bilder aus einem Messenger speichern“ weiterlesen