Gefälschte Briefe (Beispiel Bundesnetzagentur)

Woran du gefälschte Behördenbriefe erkennst

Formale Auffälligkeiten

  • Falsche Außenstelle: Im Brief wird z. B. eine nicht existierende Außenstelle in Sömmerda genannt.
  • Falsche Telefonnummern: Die Vorwahlen stimmen nicht mit den offiziellen Anschlüssen der Bundesnetzagentur überein.
  • Unseriöse Kontaktdaten:
    • E-Mail-Adresse (z. B. @mail.de) statt einer offiziellen Behörden-Domain (z. B. @bundesnetzagentur.de).
    • Fehlende Unterschrift auf dem Schreiben.

Psychologische Tricks

  • Dringlichkeit: Kurze Frist (z. B. 14 Tage) zur Zahlung.
  • Drohungen: Bei Nichtzahlung werden höhere Sanktionen oder rechtliche Schritte angedroht.
  • Ziel: Betroffene sollen schnell zahlen, ohne die Angaben zu prüfen.

So schützt du dich

Nicht reagieren:

  • Kein Geld überweisen (auch nicht auf die angegebene IBAN).
  • Keine persönlichen Daten (z. B. Kontonummer, Adresse) preisgeben.
  • Nicht antworten und keine Unterlagen an die genannte Adresse schicken.

Offizielle Kanäle nutzen:

  • Im Zweifel nur die offiziellen Kontaktdaten der Bundesnetzagentur verwenden (z. B. www.bundesnetzagentur.de).
  • Nicht die im Brief genannten Telefonnummern oder E-Mail-Adressen nutzen.

Bei Betrug handeln:

  • Falls du bereits Geld überwiesen oder Daten preisgegeben hast: Anzeige bei der Polizei erstatten (z. B. gegen unbekannt).

Merksatz

Echte Behörden:

  • Fordern nie per Brief oder E-Mail zur sofortigen Zahlung auf.
  • Drohen nicht mit kurzfristigen, hohen Strafen.
  • Nutzen immer offizielle Kontaktdaten (Domain, Telefon, Adresse).